„Man wird nicht als Demokratin oder als Demokrat geboren. Aber wenn man großes Glück hat, wird man in eine Demokratie geboren“ – so schreibt Ruprecht Polenz in seinem Buch Tu was! Kurze Anleitung zur Verteidigung der Demokratie. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und außenpolitische Experte engagiert sich seit vielen Jahren für politische Bildung und demokratische Partizipation. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller ist der heute 79-jährige „Demokratie-Influencer“ in sozialen Netzwerken aktiv und hält Vorträge an Schulen, Volkshochschulen und anderen Bildungseinrichtungen.
Auf Einladung des Differenzierungskurses „Gesellschaftslehre“ besuchte Polenz am Mittwoch das Gymnasium Mariengarden. Zuvor hatte sich der Kurs im Kontext der Unterrichtsreihe zum Thema „Extremismus und Rassismus“ mit dem Konzept der wehrhaften Demokratie auseinandergesetzt und dabei Auszüge aus dem Buch „Tu was!“ gelesen. Bei der Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler der Stufen 9-Q1 hielt Ruprecht Polenz zunächst einen Impulsvortrag über sein Buch und die zugrunde liegende Motivation. Dabei betonte er unter anderem, wie wichtig es für eine Demokratie sei, sich in einer scheinbar unübersichtlichen Welt gut zu informieren. Dies sei keine Selbstverständlichkeit und müsse trainiert werden – auch mit Blick auf soziale Medien, bei denen Algorithmen bestehende Meinungen verstärkten und an negative Emotionen appellierten.






