Am Dienstag startete für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe die dreitägige „DigitalAkademie“ der Konrad-Adenauer-Stiftung. Im Rahmen des Kooperationsprojekts treten Jugendliche und junge Erwachsene mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Medien und Recht in den Austausch, um ihre Medienkompetenz zu stärken und sich mit den Herausforderungen von Desinformation und Extremismus im Netz auseinanderzusetzen.
Zum Auftakt begrüßte Schulleiter Michael Brands die Schülerinnen und Schüler sowie das Team der Adenauer-Stiftung im Forum. Anschließend eröffnete die Bundestagsabgeordnete Anne König, ehemalige Schülerin und direkt gewählte Abgeordnete für den Wahlkreis Borken II, die Akademie mit einem Grußwort und betonte die hohe Bedeutung von Medienkompetenz für die Demokratie.

Im Fokus des Eröffnungstages stand die Auseinandersetzung mit inhaltlichen Schwerpunkten zum Thema „Extrem im Netz – Gefahren erkennen und abwehren“. Dazu besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppen verschiedene Kurse, die von Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis angeboten wurden.
Im Themenbereich „Extremismus im Netz“ beschäftigten sich die Jugendlichen unter der Leitung von Prof. Dr. Thorben Winter und Prof. Dr. Thorsten Müller von der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung mit Erscheinungsformen, Strategien und Gefahren von Extremismus im digitalen Raum. Ein Schwerpunkt lag dabei auf den Strategien extremistischer Akteure innerhalb und außerhalb der sozialen Medien sowie der damit verbundenen Gefährdung demokratischer Werte. Dabei wurde auch die Bedeutung einer kritischen Beurteilung entsprechender Inhalte im Netz deutlich.
Die dazu notwendigen Fähigkeiten sollten auch in den Kursen zum Thema „Fake News erkennen“ gestärkt werden. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Desinformation entsteht, verbreitet wird und erkannt werden kann. Die beiden Medientrainerinnen Maria-Christina Nimmerfroh (Psychologin und Journalistin) und Mara Bergmann (Journalistin und Nachrichtenmoderatorin) analysierten gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern anhand aktueller Beispiele die Mechanismen und Strategien digitaler Desinformation. Dabei verdeutlichten sie, dass Kenntnisse über Manipulationsstrategien helfen können, Falschmeldungen im Alltag sozialer Netzwerke besser zu erkennen und einzuordnen. Darüber hinaus gaben sie Einblicke in die journalistische Praxis, beispielsweise in den Faktencheck einer Nachrichtenredaktion.
Im Themenbereich „Gesetze und Regeln im Netz“ erläuterten Staatsanwalt Christian Müller sowie der YouTuber und Jurist Clement Mensah rechtliche Fragestellungen rund um digitale Kommunikation und soziale Netzwerke. Im Mittelpunkt standen dabei Themen wie Strafrecht, Meinungsfreiheit und das Recht am eigenen Bild. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich unter anderem mit den Fragen auseinander, welche Äußerungen und Handlungen im digitalen Raum strafbar sind, wo die Grenzen der Meinungsfreiheit verlaufen und welche rechtlichen Konsequenzen Verstöße nach sich ziehen können.
Wir bedanken uns bis hier hin bereits bei den Referentinnen und Referenten für die spannenden Einblicke sowie beim Team der Konrad-Adenauer-Stiftung um Frank Windeck, Sara Engler und Benno Hillenbrand für die tolle Organisation. Am zweiten und dritten Tag der DigitalAkademie sollen in Anknüpfung an die behandelten Themen mit Unterstützung erfahrener Journalisten sowie Content-Creator eigene Produkte erstellt werden. Fortsetzung folgt…