Am vergangenen Dienstag durfte die Klasse 10a einen besonderen Gast begrüßen: Im Rahmen einer Kooperation mit dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Münster nahm der Telepräsenzroboter „Avatar“ für einen Tag am Unterricht teil. Dabei handelt es sich um eine Technologie, die langfristig erkrankten Kindern die Teilnahme am Unterricht und an weiteren schulischen Aktivitäten ermöglichen soll. Der „Avatar“ übernimmt den Platz des erkrankten Schülers und wird von diesem mithilfe eines Tablets von zu Hause aus bedient. Über eine App kann der Nutzer den Kopf und Rumpf des Telepräsenzroboters bewegen, seinen Gesichtsausdruck anpassen und über die eingebauten Kameras, Mikrofone und Lautsprecher des Geräts sehen, hören und sprechen. Damit sollen chronisch kranke Kinder dabei unterstützt werden, trotz längerfristiger Abwesenheit sowohl im Unterricht als auch im Klassenverband den Anschluss halten zu können.
Mit dem Besuch des „Avatars“ sollte praktisch untersucht werden, wie ein Telepräsenzroboter im Unterrichtseinsatz funktioniert. Zu diesem Zweck übernahmen Schülerinnen und Schüler aus einem separaten Raum für jeweils eine Stunde die Kontrolle über den „Avatar“ und nahmen virtuell am jeweiligen Fachunterricht teil. Im Anschluss wurde der Einsatz des Roboters sowie die Chancen und Grenzen der Technologie mit der Klasse reflektiert. Begleitet wurde der „Avatar“ von Dr. Karin Meendermann von der Universität Münster, die die Ergebnisse der Erprobung gemeinsam mit Daniel te Vrugt für zukünftige Einsatzmöglichkeiten wissenschaftlich auswertet.