Eine Gesellschaft im Schönheitswahn

 

Jeder Moment wird festgehalten und geteilt – egal ob auf Snapchat, Instagram oder Facebook. Egal ob nach dem Aufstehen, an der Bushaltestelle, im Bus oder beim Treffen mit Freunden; das Handy und seine Kamera ist in der heutigen Zeit immer present. 

Nicht ohne Grund wurde „Selfie“ zum britischen Wort des Jahres ernannt. 

Denn selten war der Druck, sich im Internet von seiner Schokoladenseite zu zeigen, so groß. Wenn man sich auf den Internetplattformen umschaut, sieht man nur ideal geformte Körper, perfektes Aussehen und markellose Leben, die mit dem normalen Alltag wohl wenig zutun haben. Doch dies vergessen wir, denn wir sehen die perfekten Fotos oft nur kurz und denken nicht darüber nach wie lange es wohl gedauert hat um dieses Foto zu schießen. Und vor allem wie lange es gedauert hat um es zu bearbeiten.

Das Ziel, in jeder Lebenssituation gut auszusehen und besonders dünn zu sein, ist zur Wertvorstellung geworden. Das ist wissenschaftlich belegt: „In den vergangenen Jahrzehnten ist das Idealbild der Deutschen von sich selbst immer schlanker geworden“ sagt der Attraktivitätsforscher Johannes Krause von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.

Ist mein Leben jetzt zu langweilig oder bin ICH zu langweilig, zu dick, zu klein oder generell zu hässlich? Ganz ehrlich – nein. Verschwenden wir noch nicht unsere Zeit damit, darüber nachzudenken. Denn das Leben der vermeintlichen Instagram-Stars wird nicht so perfekt sein wie es aussieht. Wohl eher im Gegenteil – der Druck, die perfekte Fassade aufrecht zu erhalten kann nicht erfüllend sein.

Aber geht es wirklich nur noch darum, wer die Meisten Likes und Kommentare bekommt? Wer das perfekteste Leben hat oder den neuesten Trends folgt? – Ganz und gar nicht. Denn die schönsten Momente hält man nicht auf Handys fest, sondern im Herzen.

Dicke Luft im Klassenzimmer

In Klassenzimmern herrscht häufig „dicke Luft“ – in diesem Fall meine ich das ganz wörtlich.

Eigentlich kein Wunder, schließlich befinden sich in den Unterrichtsräumen über Stunden 25 bis 30 Menschen, die Sauerstoff verbrauchen, schwitzem, sowie Haut- und Haarpartikel verlieren – klingt unappetitlich, ist aber nicht zu verhindern! „Dicke Luft im Klassenzimmer“ weiterlesen