Greta Thunberg-Vorbild und Vorreiterin

Die heute sechzehnjährige Schwedin Greta Thunberg geht in die neunte Klasse und ist den meisten wohl durch den von ihr ins Leben gerufenen „Schulstreik fürs Klima“ bekannt.

Der Wunsch nach einer konsequenten Klimapolitik wächst jedoch schon in ihr heran, seit sie im Alter von acht Jahren erstmalig von der Erderwärmung gehört hat. Daraufhin begann sie zunächst, Strom sparen zu wollen. Später beschloss sie dann, nicht mehr zu fliegen und ernährt sich seitdem vegan. Als nächstes überzeugte sie ihre Familie, ihrem Beispiel zu folgen.
Im Mai 2018 gewann die Klimaaktivistin dann einen Schreibwettbewerb zur Umweltpolitik und lernte in Folge dessen einige Menschen kennen, die sie zu ihrem späteren Handeln inspirieren sollten.
Am 20. August 2018, dem ersten Schultag nach den Ferien, demonstrierte Greta allein mit einem Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ vor dem schwedischen Reichstag. Noch am gleichen Tag begannen die schwedischen Medien, über sie zu berichten und auch Greta selbst machte ihren Streik via Twitter öffentlich. Bis zum 9. September 2018, dem Tag der schwedischen Reichstagswahl, streikte die Schülerin jeden Tag. Nach der Wahl reduzierte sie dies auf einmal wöchentlich. Ab November des gleichen Jahres fanden sich die ersten Nachahmer, besonders unter den Anhängern der „Extinction Rebellion“, welche zu zivilem Ungehorsam aufruft, um eine Reaktion auf das Massenaussterben von Tieren zu erzielen.
In den letzten Monaten nahm die Zahl der Schulstreikenden stetig zu und auch in Borken wurde schon demonstriert. Greta Thunberg reist deshalb regelmäßig mit dem Zug oder im E-Auto in große Städte und begeistert die Massen mit ihren Forderungen.Dabei prangert sie besonders die Untätigkeit der Politik an und will so lange weiterstreiken, bis Schweden seine Treibhausgasemissionen jährlich um 15% reduziert.
Für ihr Handeln wurde die sechzehnjährige bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet, wobei sie das Preisgeld stets an Umweltschutzorganisationen spendet, und auch auf der Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des Jahres 2019 ist sie zu finden.

Was bisher geschah… Kurt-Ludwig Forg

Die Berufswahl ist ein Meilenstein im Leben eines Jeden und sie begleitet uns auf ewig. Schon kleine Kinder haben oft eine genaue Vorstellung davon, wie ihre zukünftige Arbeit einmal aussehen soll. Häufig jedoch ändern sich unsere Präferenzen im Laufe der Jahre. Gute Beispiele hierfür sind einige unserer Lehrer, die bereits verschiedenste Tätigkeiten ausgeübt haben. Herr Forg berichtet nun in einem Interview von seinen Erfahrung, die ihn nach Burlo geführt haben.


In seiner Schulzeit habe der Musiklehrer nämlich eigentlich Chemiker werden wollen. Diese Überlegung verwarf Forg allerdings, weil er einen Großteil seiner Arbeitszeit nicht in einem Labor verbringen habe wollen. Und das obwohl er erzählt, dass eine seiner Chemieklausuren einmal an das Bildungsministerium weitergeleitet worden sei. Nach dem Abitur „lieborgelte” der 56-jährige dann eine Zeit lang mit einem Jurastudium, welches er jedoch bereits nach einem Semester abbrach.


Danach entschied sich der heutige Musiklehrer dazu, Musik zu studieren, da diese einen Großteil seiner Freizeit eingenommen habe. Weil sein Studium auch Musikpädagogik behandelte, war es Forg später möglich, nachdem er zehn Jahre lang als Chorleiter und Organist tätig gewesen war, unter anderem als Musikschulleiter in Bayern zu arbeiten.


Darauf folgten zahllose andere Tätigkeiten wie der eines redaktionellen Mitarbeiters der Orgelfachzeitschrift „organ” oder der eines Juroren für einen Schlagerwettbewerb des Bundes Westfälischer Karneval e.V. Auch studierte Forg neben der Musik später noch Germanistik, Philosophie und Kulturmanagment. Außerdem arbeitet der Lehrer mit mehreren Universitäten im Ausland, z. B. in Argentinien, zusammen und gibt dort Kurse. Dies verdankt er, so Forg selbst, dem Glück, schon früh sehr gute Kontakte geknüpft zu haben.


Doch wie genau ist Herr Forg denn jetzt nach Burlo gekommen? Durch einen guten Freund, der ihn angeworben hat: Herr Buning.
Nach einem solch vielseitigem Berufsweg ist sich Forg jedoch sicher, in einigen Jahren als Lehrer in Rente zu gehen. Wenn es dann einmal soweit ist, sagt er, würde er gerne einige Monate im Ausland leben.